Warum das Volumen über die Frachtkosten entscheiden kann
Bei Luftfracht geht eher der Platz aus als die Tragkraft. Damit leichte, sperrige Sendungen nicht das Volumen eines Frachtraums belegen und dafür fast nichts zahlen, berechnen Frachtführer den höheren Wert: tatsächliches Gewicht oder in Gewicht umgerechnetes Volumen.
Für die Umrechnung werden Länge, Breite und Höhe in Zentimetern multipliziert und durch einen Faktor geteilt. Expressdienste verwenden meist 5000, allgemeine Luftfracht und die meisten Speditionen 6000. Ein Karton mit 40×30×30 cm ergibt bei 6000 genau 6 kg, ein Paket mit 3 kg wird also als 6 kg abgerechnet.
Ein kleinerer Divisor ergibt ein höheres Volumengewicht. Derselbe Karton kommt bei 5000 auf 7,2 kg – wer Anbieter vergleicht, muss also neben dem Preis pro Kilogramm auch den Divisor prüfen und nicht nur den Preis.
Wenn ein einziger Karton die Rechnung verändert
Gemessen wird das fertige Paket, von Außenkante zu Außenkante. Großzügiges Polstermaterial, das den Karton vergrößert, erhöht auch das Volumengewicht – den Karton passend zum Inhalt zu wählen, ist daher die verlässlichste Ersparnis.
Überstehende Teile zählen mit. Griffe und Rollen werden an ihrem äußersten Punkt gemessen, und bei einem Zylinder gilt der Durchmesser sowohl als Breite als auch als Höhe. Weichen die angegebenen Maße von dem ab, was der Frachtführer misst, wird das Paket neu vermessen und die Differenz berechnet.
Frachtführer verrechnen mehrere Kartons unterschiedlich. Manche wenden die Regel des höheren Werts auf jeden Karton einzeln an, andere addieren alles und vergleichen nur einmal. Letzteres ist oft günstiger, es lohnt sich also, die Regel vor dem Versand zu klären.